CookiesAccept

HINWEIS! Diese Webseite benutzt Cookies und ähnliche Technologien

Hinweise Weitere Informationen

Akzeptieren

Für das bestmögliche Nutzererlebnis verwendet diese Website Cookies. Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um diese Webseite optimal nutzen zu können. Durch Zustimmen erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. In unserer Datenschutzerklärung finden Sie dazu weitere Informationen

Training auf der Wiese: Beyhartinger Spielleute wollen zum Bayerntitel marschieren

marschprobe 1 20191027 1045060958

Das Marschieren will gelernt sein: Weltmeister Daniel Mager (rechts) vom Spielmannszug Oberlichtenau erklärt den Musikern das Marschieren „wie ein Schwan“. Stache

 

Deutscher Vizemeister ist er schon. Nun strebt der Beyhartinger Spielmanns- und Fanfarenzug den Bayerntitel an. Für die Meisterschaft am 26. Oktober in Feuchtwangen wurden die Spielleute jetzt von Daniel Mager gedrillt. Er ist der Marschtrainer eines Weltmeisters – des Spielmannszuges Oberlichtenau.

Beyharting– „Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft“ lautet das Motto des Beyhartinger Spielmannszuges. Denn nach dem großen Erfolg als Vizemeister der Deutschen Meisterschaften im Juni steht nun die nächste Herausforderung an: Die Bayerische Meisterschaft am 26. Oktober in Feuchtwangen. Und darum geht’s für die Beyhartinger Spielleute nun wieder ins intensive Training, denn der nächste Titel ist in greifbarer Nähe.

 

Der Spielmannszug nimmt in den Kategorien Musikzugklasse, Musikzugklasse Jugend und in der Marschwertung an der Bayerischen Meisterschaft des Landesverbandes für Spielmannswesen (LSW) Bayern teil.

 

Marschproben auf dem Weg zum Sieg

Und dafür investieren die Spieler jetzt viel Zeit in Marschproben auf dem Sportplatz in Hohenthann – natürlich zusätzlich zu den wöchentlichen Register- und Gesamtproben. Kürzlich nun luden die Musiker einen Profi ein: Daniel Mager vom Spielmannszug Oberlichtenau. Die Sachsen wissen, worum es geht, denn sie sind Weltklasse. Schon seit Jahren landen sie beim weltgrößten Blasmusikfestivals mit 250 Bands und 20 000 Musikern aus der ganzen Welt im holländischen Kerkrade auf Spitzenplätzen. Ihr Marsch- und Drillkontingent gewann 2017 in der Marsch-Klasse „World Division“ Gold und wurde als „Bester internationaler Starter“ geehrt.

Aufgefallen sind die Sachsen bei den Weltmeisterschaften vor allem durch ihre ganz andere Art des Marschierens. Und genau der Mann, der ihnen dieses besondere Marschieren beigebracht hat, war jetzt in Beyharting: Daniel Mager – in Oberlichtenau Chefinstrukteur im Bereich Marsch und damit für die Marschausbildung der Spieler verantwortlich. Die Beyhartinger waren gespannt auf seine Tipps und Verbesserungsvorschläge.

Ein wichtiger neuer Aspekt für sie: „Selbst Kleinigkeiten wie ein selbstbewusster, gleichmäßiger Schritt beim Anmarsch oder ein auf den Zentimeter genauer Abstand zwischen den Spielern haben große Auswirkung auf das Gesamtbild“, erklärt Mager. „Ihr müsst gleiten wie ein Schwan“, empfahl er. Und das heißt konkret: „Die Füße bewegen, aber den Oberkörper dabei in völliger Ruhe lassen.“ Und auch das Abrollen der Füße und eine gute Körperspannung spielen eine große Rolle. Marschprofi Mager erkannte im Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting „definitiv Potenzial für einen guten Marsch“. Und wenn das ein Weltmeister sagt, dann sollten die Chancen auf den Titel des Bayerischen Meisters in der Marschwertung doch ganz gut aussehen.

„Der Drill war wirklich anstrengend“, sagt Birgit Neureither, Ausbilderin Spielmannsflöte beim Spielmannzug Beyharting. Daniel habe alles gut und logisch erklärt. „Aber die Theorie ist das eine und die Umsetzung dann während des Marschierens das andere und wahrlich nicht einfach.“ Das sieht auch Gabi Schweiger so, beim Spielmannszug für die Ausbildung in Theorie und Trompete zuständig. Doch schon unmittelbar während des Trainings wurden die ersten weltmeisterlichen Hinweise umgesetzt: „Wir haben die Abstände verändert, da wir vorher viel zu eng aufeinander marschiert sind – das war eine große Umstellung.“

Welchen Titel die Beyhartinger beim Bayerncup in Feuchtwangen anstreben, ist wohl klar: „Natürlich wollen wir wieder ganz vorn landen“, sagt Schweiger, aber ihr ist auch klar: „Die Konkurrenz schläft nicht. Unsere Freunde aus Retzbach sind 53-facher Bayerischer Meister. Die werden es uns also nicht so leicht machen.“

Doch welche Platzierung auch immer am Ende der Wertungsspiele in Feuchtwangen steht. Der Weg ist das Ziel. Und die Beyhartinger freuen sich schon auf die tolle Stimmung, die ihnen nach der Deutschen Meisterschaft von Osnabrück noch in den Ohren klingt. „Das war ein einmaliges Feeling“, schwärmt Schweiger noch heute von den Tagen in Niedersachsen.

 

Nervenstark und wettkampferfahren

Ihre Nerven dürften die Spielleute aus der Gemeinde Tuntenhausen auf jeden Fall im Griff haben, schließlich sind sie keine Neulinge, sondern durch die Erfahrungen bei der Deutschen und vielen Bayerischen Meisterschaften schon gestählt. Immerhin waren die Beyhartinger 2007 und 2011 Bayerische Meister sowie 2013 und 2017 Doppelmeister.

Am Wochenende vom 26. und 27. Oktober heißt es also Daumendrücken. Die Beyhartinger Spielleute treffen sich am Samstag in aller Herrgottsfrühe am Schulhaus. Zurück kommen sie erst am Sonntag, 17 Uhr. In Feuchtwangen beziehen sie übrigens in einer Turnhalle Quartiert. Und so mancher Fan von ihnen – wie der zweite Bürgermeister Heinz Speiser – begleitet sie sogar mit dem Wohnmobil.

 

Quelle: OVB; Stache